Die kurze Antwort: Meist ist der Docht zu lang, es zieht, oder Docht, Wachs und Duft passen nicht zusammen. Die ersten beiden Punkte kannst du selbst beheben.
Warum Ruß in der Wohnung nichts verloren hat
Ruß ist Feinstaub aus unvollständiger Verbrennung. Er schwärzt Glas, Wand und Decke, und er landet in der Atemluft. Das Umweltbundesamt nennt Kerzen ausdrücklich als Feinstaubquelle in Innenräumen und schreibt, sehr kleine Partikel „können von dort in den Blutkreislauf übertreten und gesundheitliche Probleme verursachen“.1 Eine Messreihe in 40 Wohnungen im Auftrag des Umweltbundesamts zeigte: Beim Abbrennen von Kerzen entstehen deutliche Mengen ultrafeiner Partikel.2 Das gilt für jede Kerze, auch für eine gut brennende. Deshalb nach dem Auslöschen kurz lüften.
So halten wir unsere Kerzen rußarm
Zwei Baumwolldochte, abgestimmt auf Wachs und Duft, damit die Flamme nicht zu groß wird. 2026 haben wir alle Duftmischungen überarbeitet: weniger Bestandteile, die in der Flammenwärme verbrennen statt zu verdampfen, und eine Duftmenge von rund 4 %, bei der die Flamme ruhig bleibt. Dazu reines Rapswachs ohne Zusätze. Richtig gepflegt brennt sie mit ruhiger Flamme, ohne schwarze Rauchfahne und ohne schwarzen Rand am Glas.
1. Docht kürzen
Vor jedem Anzünden auf etwa 5 mm, am besten mit einer Dochtschere oder Nagelschere. Ein langer Docht gibt der Flamme mehr Brennstoff, als sie sauber verbrennen kann: Sie wird groß, flackert und rußt, oben bildet sich ein dunkler „Pilz“.
2. Zugluft vermeiden
Eine flackernde Flamme verbrennt unvollständig. Stell die Kerze nicht ans offene Fenster, neben die Heizung oder in einen Durchgang.
3. Höchstens vier Stunden am Stück
Danach wird der Docht lang und das Glas heiß. Lösch die Kerze, lass sie abkühlen, kürz den Docht und zünde sie wieder an.
Glas schwarz geworden?
Abkühlen lassen, den Ruß mit einem feuchten Tuch abwischen, Docht kürzen.
Rußt eine unserer Kerzen trotzdem?
Schreib uns an info@kerzenssache.de. Wir wollen es wissen. Woraus unsere Kerzen bestehen
1 Umweltbundesamt, Feinstaub in Innenräumen · 2 Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Pressemitteilung vom 19.05.2020


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Leeres Kerzenglas: Altglas oder Restmüll?